Wenn
du auf einer Bergtour einen großen Schritt über
einen 90m tiefen
Abgrund tun musst und merkst: Ohne Halt auf der anderen Seite
würdest
du zurück-kippen, dann ist es NICHT egal, welche Hand sich dir
entgegenstreckt.
Diese Hand muss vertrauenswürdig sein.
Wenn du in
einer Großstadt Kleidung shoppen gehst, in der Umkleide ist
dir dein
Geldbeutel im Weg, und du reichst ihn blind neben dem Vorhang heraus
– dann ist es NICHT egal, welche Hand deine Brieftasche
nimmt, mit
Bargeld, EC- und Kranken-Karte und allen Papieren.
Diese
Hand muss vertrauenswürdig sein.
Wenn du
bewusstlos daliegst und sich eine rasiermesserscharfe Schneide an
deinen Hals setzt, dann ist es NICHT egal, ob da die Hand eines
grausamen Gewalttäters am Werk ist oder das Skalpell in der
Hand
eines begnadeten Chirurgen, der dir nur helfen will.
Diese
Hand muss vertrauenswürdig sein.
Alles
in Gottes Hand legen,
alles in Gottes Hand lassen,
alles
aus Gottes Hand nehmen.
Spruch
aus einem alten Bauernhaus
Wenn ich etwas in Gottes Hand legen soll, will ich zuerst wissen, was das für eine Hand ist. ob sie vertrauenswürdig ist.
Dass Gottes
Hand uns in Jesus liebevoll begegnet, ist keineswegs
selbstverständlich. Denn Gott ist auch der Heilige, der
Strenge, von
dem das Neue Testament sagt:
Schrecklich
ist’s in die Hände des lebendigen Gottes zu
fallen.“ –
nämlich für den Menschen, „der den Sohn
Gottes mit Füßen tritt“
(Hebräer 10, 31.29)
Wenn die
Bibel Strafen und Gerichte Gottes schildert, wird es oft so
formuliert: Gottes Hand liegt – z.B. nach
un-bereinigter
Schuld – schwer auf einem Leben,
vielleicht auf einer ganzen
Gemeinde, auf einem Volk, auf einer Nation.
Einerseits
JA nicht dem Fehlschluss erliegen, als käme jedes besondere
Leid von
einer besonderen Schuld. Das wäre falsch und unbarmherzig.
Andererseits
möge sich BITTE jede und jeder freiwillig vor dem heiligen
Gott
prüfen, ob wir nicht einzeln oder als Gemeinschaft irgendeine
Schuld begangen oder verschwiegen haben – und
dadurch ganz viel
Segen, Erhörung, Vollmacht verloren haben.
Wer nicht
wirklich mit
Gott ins Reine kommen will, wer aus
Feigheit, Faulheit, Peinlichkeit oder anderen Gründen Gottes
Reinigung ausschlägt,
dem ist keine Gnade
verheißen.
Bitte kein
verharmlosendes Reden vom „lieben Gott“, solange
Gott uns
teilweise noch herzlich egal ist.
Aber wunderbar: Jesus streckt uns Gottes Retterhand entgegen.
Großformatiges
Gemälde des Künstlers Mark Demel, Acryl auf Leinwand.
1,80x 2,40m.
Er hat dieses Motiv mehrfach gemalt, in unglaublicher Zeit von nur
40-50 Minuten. Dieses Bild 2004
im Schönblick. Eine
Christin aus unseren Reihen hat es dem Schönblick abgekauft.
Dann
hing es einige Jahr in der Bayreuther Auslands-Gemeinde CAS = Come
and See. Jetzt hat die Besitzerin es der Nikodemuskirche geschenkt.
„Die Hand“:

Wenn eine Firma übergeben wird oder ein Haustier, dann sagt man oft: „Hoffentlich in gute Hände!“
Willst Du Dein Leben in diese Hand legen? Was wäre das für ein Gewinn, wenn Du das tätest! Und was wäre das für ein unglaublicher Wie macht man das? Alles IHM anvertrauen, mit Geist, Leib und Seele, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft meines Lebens.
(Schildern!! Und freies Übergabe-Gebet anbieten)
Alle Eure Sorge werft auf Gott, denn ER sorgt für Euch.
Geduld. Es liegt Kraft in dem Warten auf den HERRN.
„Wenn Gott lange schweigt, dann will er reden.“ (die deutsche Schriftstellerin Gertrud von le Fort)
Wir neigen dazu, die Nöte und Sorgen dann wieder auf uns selbst zu nehmen.
Wenn wir arbeiten, arbeiten wir, aber wenn wir beten, arbeitet Gott.
Wenn wir das Anliegen, die Not Gott ganz übergeben haben, dann darf man, anstatt weiter zu bitten – das darf man natürlich auch – sogar kühn danken, dass ER es in seine Hände genommen hat.
Jesus betete in Gethsemane: „Aber nicht was ich will, sondern was Du willst.“ Mk 14,36
Hiob 1, 21: „Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
1.Petr 5,6: So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
Letzten
Mittwoch, am 9.4. war der 80. Todestag von Dietrich Bonhoeffer: „Und
reichst du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids,
gefüllt
bis an den höchsten Rand“ -
ja, was ist dann? Wir sind
nicht ein Bonhoeffer, der gesagt hat: „so nehmen
wir ihn
dankbar, ohne Zittern, aus deiner und geliebten Hand.“
Und derselbe Bonhoeffer hat geschrieben:
Ich
glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes
entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die
sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube,
daß
Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben
will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im
voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein
auf ihn verlassen.
Das heißt nicht, dass wir alles Schwere als gottgegeben hinnehmen müssten. Wenn man irgend kann: nicht nur passiv sein! Denn Gott sei Dank dürfen wir IHN und Hilfe bitten, ihm unser Leid und auch Unverständnis klagen, dürfen ihm wieder Besserung zutrauen!
Im Leben,
in der
Trauer,
als Sünder
hinein in mein Reich
Eins
der meistzitierten Gedichte des 20. Jahrhunderts heißt: Das
Tor des
Jahres, Orginaltitel: Gott weiß von Minnie Louise Haskins
Ich
sagte zu dem Mann, der an der Pforte des neuen Jahres stand: "Gib
mir ein Licht, damit ich sicher in das Unbekannte schreiten
möge."
Und er antwortete: "Geh hinaus in die
Dunkelheit und lege Deine Hand in die Hand Gottes, das wird
für Dich
besser sein als Licht und sicherer als ein bekannter Weg."
Minnie
Louise Haskins
britische
Dichterin und Soziologin an der London School of Economics
(1875-1957), die übrigens in jungen Jahren
Kindergottesdienst-Helferin und 12 Jahre lang Missions-Mitarbeiterin
war.
noch einmal: wer ist gemeint?
Der
seiende, der bleibende, der lebendige!
Gott ist
nicht Vergangenheit, sondern er kommt von vorn auf uns zu.
ER bietet
seine Hand, die uns festhält,
die uns ans
Ziel bringt Im Tod einmal: Psalm 31, 6: „In deine
Hände
befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer
Gott.“
Ich schließe mit einem Gedicht von Cäcilie Keller, das wir auch mitbeten können (*1800 †1876)
Wasche
mich rein, hülle mich ein;
decke
mich zu, bring mich zur Ruh!
Mache
mich frei, mache mich treu;
da
ist die Hand,
knüpfe das Band!
Dein
will ich sein, Dein ganz allein!
Rufe
zu Dir: Schenke Dich mir!
Der
für mich starb, der um mich warb
bis
in den Tod, mein Herr und Gott!
Du
sollst es sein, Du nur allein;
Hand,
die nicht lässt, halte mich fest!
Amen!